Bei diesem Event (12. – 15.2.2026) waren vier österreichische Teams unter 123 Teams vertreten, wovon zwei Teams ihre ersten Eurocuperfahrungen machten. Alle lernten in der Trainings- und Regattawoche viel dazu. Schon in der Vorbereitung zeigte sich, dass diese Regattawoche von Wind geprägt sein würde: Anhaltender Starkwind mit Böen um 30 Knoten stellte Material, Organisation und Teams auf die Probe. Was zunächst als Herausforderung begann, entwickelte sich in den ersten Tagen zu einem Wettlauf mit dem Wetter – bis am Sonntag endlich gesegelt werden konnte.
Tag 1 – Verschiebung wegen Starkwind
Der Auftakt am Donnerstag bestätigte die Prognosen: Entlang der valencianischen Küste verhinderten Böen von über 30 Knoten jegliche 29er-Starts. Die Rennleitung beobachtete die Bedingungen über Stunden und nahm kontinuierliche Messungen vor. Gegen 15:10 Uhr folgte die offizielle Absage. Trotz der widrigen Umstände blieben die Teams einsatzbereit, Boote und Crews standen in den Startlöchern. Um das Regattafenster bestmöglich zu nutzen, wurde ein früher Start für Freitag um 9:30 Uhr angekündigt – sofern das Wetter es zulässt.
Tag 2 – Sicherheit geht vor
Am Freitag machte sich die Flotte gegen 9:00 Uhr auf den Weg ins Regattagebiet. Doch bereits an der Hafenmündung entschied das Komitee, die Rennen auszusetzen. Die Boote kehrten an Land zurück, während die Rennleitung weiter auf eine kurzfristige Wetterberuhigung hoffte. Stattdessen verschlechterten sich die Bedingungen: Starkregen und anhaltende Windgeschwindigkeiten jenseits der 30 Knoten führten nach 14:00 Uhr zur endgültigen Absage des Tages. Das Ziel blieb, den Start weiter auf 9:30 Uhr vorzuverlegen – falls das Wetter am Samstag eine sichere Durchführung zulässt. Mit zwei ausgefallenen Tagen und einem engen Zeitplan wurde die Lage zunehmend angespannt. Die Hoffnung ruhte auf einem stabilen Windfenster am Samstag – doch es kam anders.
Tag 3 – Wetterwarnung und Hafensperrung
Am Samstag wurde die Veranstaltung durch eine offizielle Wetterwarnung für die Küste Valencias unterbrochen. Warnungen der Hafenbehörde führten zu einer vollständigen Sperrung der Schifffahrt; auch die Regionalregierung bestätigte die Gefahrenlage. Damit war der dritte Regattatag aus Sicherheitsgründen nicht durchführbar.
Um sich die Zeit zu vertreiben hatten unsere österreichischen Teams dann ihren Spaß beim Kartfahren.
Tag 4 – Vier Wettfahrten im Windfenster
Endlich Wettkampfbedingungen. Eine beständige Brise zwischen 18 und 25 Knoten aus 280° bis 300° ermöglichte vier Rennen – ein kompaktes, faires und sportlich hochwertiges Finale. In der 29er-Flotte dominierten Alexandre Mostini und Raphaël Allain (SNO Nantes, FRA) von Beginn an. Das Duo gewann alle vier Läufe und setzte sich eindrucksvoll vor Emilia Salvatore / Pietro Rizzi (Società Canottieri Garda Salò, ITA) und Mateo / Simón Codoñer (RCNV, ESP) durch.
Der Kampf um Silber und Bronze war denkbar eng: Silber: Emilia Salvatore / Pietro Rizzi (Società Canottieri Garda Salò, ITA) mit 4 Punkten.
Auch die österreichischen Teams gaben ihr Bestes:
Platz 51: Moritz und Felix Schauer (beide SCTWV)
Platz 61: Louisa Saletu (UYCAS) und Noah Mink (CYC)
Platz 108: Carla Waltersdorfer (YCH) und Katharina Böckl (UYCWg)
Platz 116: Nicolaus Senger-Weiss (YCH) und Jan Schurich (NCA)
Danke an Simon Dekleva für die sehr gute Betreuung der Teams!
©Pep Portas / RCNV
