Die Österreichische Jugendmeisterschaft der 29er-Klasse kann heuer nicht wie geplant in Neusiedl am See stattfinden. Der sinkende Wasserstand des Neusiedlersees – seit Mitte Juli nochmals um rund 6 cm gefallen – machte eine Austragung für die 29er aufgrund der zu geringen Wassertiefe unmöglich . Eine zunächst geprüfte Alternative am Neufeldersee wurde nach intensiven Gesprächen wegen zu hoher logistischer Hürden verworfen.
Nun steht die Lösung fest: Der UYCAs übernimmt kurzfristig die Austragung der 29er-ÖJM.
Die Wettfahrten finden von 25. bis 28. August 2026 statt, die Ausrüstungskontrolle am 24. August. Das Meldegeld bleibt bei € 190, die Mindestteilnehmerzahl liegt bei acht Booten.
Wichtig: Alle Teams müssen sich neu anmelden – bestehende Meldungen können nicht übertragen werden. Die neue Ausschreibung wird zeitnah veröffentlicht. https://www.jugendmeisterschaft.at/
Ein herzliches Dankeschön an den UYCAs, der so kurzfristig als Ausrichter einspringt, sowie an den OeSV für die intensive Arbeit an einer Lösung und an die LSVs für die Flexibilität und Unterstützung der Segler:innen.
Das Umsteigertraining der 29er-Klasse fand heuer von 13.–17.7. im ScTWV Achensee statt. Zehn sehr motivierte Nachwuchssegler:innen stellten sich der Herausforderung, unter der Leitung von Trainer Julian Deuschl eine neue Bootsklasse zu probieren.

©29er KV
Am ersten Tag wurde gemeinsam aufgebaut – eine wertvolle Gelegenheit, sich noch an Land mit dem Material vertraut zu machen. Anschließend ging es bereits bei perfekten Bedingungen (Traumwetter und guter Nordwind) aufs Wasser. Auch der zweite Tag brachte noch gutes Wetter und stabilen Wind, sodass die Teilnehmer:innen erste Erfahrungen mit Geschwindigkeit und Trapez machen konnten.
Tag 3 und Tag 4 waren dann wettertechnisch deutlich herausfordernder. Dank des hervorragenden Trainerteams konnten auch diese Tage teils am Wasser, teils mit Theorieeinheiten sinnvoll genutzt werden. Die jungen Segleri:nnen ließen sich auch davon nicht abschrecken und zeigten durchgehend Motivation und Interesse.
Tag 5 brachte nochmal etwas stabilere Bedingungen, sodass bis zum frühen Nachmittag noch gesegelt werden konnte. Danach wurde gemeinsam abgebaut und verladen.
Alle Teilnehmer:innen zeigten sich stets hochmotiviert, begeistert und offen für Neues. Es konnten erste Kontakte zum Teambuilding geknüpft und Positionen ausprobiert werden. Wie wir denken, für alle eine großartige Woche! Danke euch, ihr wart spitze!
Ein herzliches Dankeschön geht außerdem an den Gastgeber ScTWV Achensee sowie die Coaches Julian Deuschl, Stefania Wech und Marla Feichtenschlager.
©29er KV & Marla Feichtenschlager
Die 29er-WM 2026 in Kiel-Schilksee vom 4. bis 9. Juli 2026 bot vom ersten Start bis zum finalen Zieldurchgang genau die Bandbreite an Bedingungen, für die die Kieler Förde berühmt ist: vom glatten Inshore-Kurs mit druckvollen Drehern bis zur konstanten Brise und wachsenden Wellen draußen in der Bucht.
Um mit diesen Bedingungen zurechtzukommen, reisten die vier österreichischen Teams bereits Ende Juni an und absolvierten vor Ort vier Trainingstage. So versuchten sich alle österreichischen Teams bestmöglich auf die Wettfahrten vorzubereiten und im Feld der 276 Teams aus 35 Nationen gut zu performen. Leider konnte Felix Schauer gesundheitsbedingt nicht segeln, sodass Moritz Schauer kurzfristig einen Vorschoter aus Irland rekrutieren musste.
Die Teams, die für Österreich an den Start gingen, waren somit:
- Louisa Saletu und Noah Mink (beide UYCAs)
- Moritz Schauer (SCTWV) und Sebastian Wright (IRL, National Yacht Club)
- Antonia Senger-Weiss und Charlotte Senger-Weiss (beide YCB)
- David Vogl (SVW-YS Weyregg) und Max Figo (UYCNf)
©Internat. 29er Class Association
Das Regattateam setzte an allen Tagen auf flexible Kurs- und Flottenrotationen über die Bahnen Alpha, Bravo und Charlie – stets mit dem Fokus, Sicherheit sowie sportlich faire Rennen unter anspruchsvollen Bedingungen zu gewährleisten.
Zum Start lief alles nach Plan. Sechs Flotten gingen parallel auf drei Kursen in die Qualifikationsserie. Nahe der Küste prägten böige Dreher und flaches Wasser die Taktik, weiter draußen bauten Wind und lange Wellen über den Tag hinweg auf. Die Serie begann mit drei sauberen Läufen – ein starker, technischer Auftakt, der schnelle Manöver, präzise Laylines und konsequente Fehlervermeidung im Bootshandling belohnte.
Am dritten Tag brachte ein regennasser Morgen zunächst Wind unter 10 Knoten, bevor dieser im Tagesverlauf auf allen Bahnen zulegte.
- Alpha: geschützter, aber am stärksten gestört – viele Druckkanten und kurze Dreher.
- Bravo: die stabilsten Verhältnisse des Tages, taktisch berechenbarer.
- Charlie: am exponiertesten und entsprechend am windigsten.
Plötzliche Böen und kurze Wellenketten machten die Manöverfenster eng. Dennoch konnten vier Rennen pro Gruppe gesegelt und die Qualifikationsserie nach drei intensiven Tagen planmäßig abgeschlossen werden. Anschließend erfolgte die Einteilung in Gold-, Silber-, Bronze-, Emerald-, Purple- und White-Fleet.
Louisa Saletu und Noah Mink qualifizierten sich für die Bronze Fleet, Moritz Schauer mit Sebastian Wright sowie die Senger-Weiss-Zwillinge segelten in der Emerald Fleet und David Vogl mit Max Figo qualifizierten sich für die Purple Fleet.
Mit zunehmendem Wind priorisierte das Race Committee am vierten Tag die Gold- und Silberflotte auf der Bahn Alpha. Die Bedingungen steigerten sich von rund 16 Knoten mit anhaltenden Böen auf über 25 Knoten.
- Drei Rennen für Gold und Silber wurden gesegelt; danach erfolgte gegen 15:00 Uhr der Abbruch für alle Flotten.
- Bronze und Emerald warteten zunächst an Land und anschließend am Wasser, um die Sicherheit innerhalb eines einzigen, eng betreuten Renngebiets zu gewährleisten. Leider konnten letztlich nur Gold und Silber Wettfahrten absolvieren.
Das Bild auf dem Wasser: weiße Schaumkronen, hohe Geschwindigkeiten und spektakuläre Kenterungen – und dennoch viel Kontrolle durch das exzellente Bootshandling der Spitzenteams.
Am fünften Tag konnten die Gold- und Silberflotten ihre Finalserie auf sechs Rennen ausbauen.
- Gold segelte außen im langen Wellenbild bei durchschnittlich rund 18 Knoten und Böen von über 20 Knoten: Kleinste Fehler wurden teuer, saubere Starts und gute Downwind-Kontrolle waren entscheidend.
- Auf Bravo absolvierte die Bronze Fleet vier Rennen, die Emerald Fleet kam nach mehreren Generalrückrufen auf zwei Rennen.
- Purple und White segelten jeweils drei Rennen.
Bei der engen Punktelage an der Spitze war klar: Jeder Punkt im Finale würde zählen.
Am Finaltag gab es einen frühen Auslauf, verteilte Starts auf Alpha, Bravo und Charlie sowie zunächst instabile und drehende Winde, die den Puls steigen ließen und das Zeitmanagement herausforderten. Nach Verzögerungen stabilisierten sich die Bedingungen, und die letzten beiden Läufe konnten gestartet werden. Die Entscheidungen fielen letztlich durch eine Mischung aus Risikomanagement, dem Ausnutzen von Druckphasen und sauberem Flottenmanagement im Finale.
Gesamtergebnis
- Weltmeister 2026: Frankreich – Alexandre Mostini / Raphaël Allain
- Vizeweltmeister: Schweden – Henric Wigforss / William Drakenberg
- Platz 3: Argentinien – Felix Llauro / Lucas Cozar
Kategorien
- Mixed: USA – Annie Sitzmann / Anton Schmid
- Women: Dänemark – Emmeli Gramkov / Sofie Andersen
- U17: Deutschland – Johan Müller / Hanno Gewinn
Zusatzwertung
- Nations Cup: Neuseeland
Die 29er-WM 2026 zeigte eindrucksvoll, wie vielfältig und fordernd Kiel seglerisch sein kann: von feinen Druckunterschieden bis hin zu massiven Böenfeldern und ausgewachsenen Wellen – eine Meisterschaft, die Material, Crewarbeit und Taktik gleichermaßen auf die Probe stellte und am Ende würdige Titelträger hervorbrachte.
Die österreichischen Teams sammelten viel Erfahrung und belegten schlussendlich folgende Plätze:
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- Louisa Saletu und Noah Mink (beide UYCAs)
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- Moritz Schauer (SCTWV) und Sebastian Wright (IRL, National Yacht Club)
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- Antonio Senger-Weiss und Charlotte Senger-Weiss (beide YCB)
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- David Vogl (SVW-YS Weyregg) und Max Figo (UYCNf)
Alle Ergebnisse finden sich unter folgendem Link.
Ein besonderer Dank gilt Simon Dekleva und dem OeSV für die Unterstützung!
©Internat. 29er Class Association
Der Seesterncup ist wie jedes Jahr ein tolles Event, bei dem die Segler:innen der Klassen Optimist, ILCA, Zoom und 29er gemeinsam eine Regatta erleben können.
13 Boote aus Österreich, Ungarn und Tschechien sorgten in der Klasse der 29er beim Seesterncup am 23.–24. Mai 2026 im Yachtclub Breitenbrunn in Mörbisch für ein kompaktes, internationales und stimmungsvolles Starterfeld. Der Samstag zeigte sich von seiner besten Seite: pünktlicher Start, Sonne und mit 8–15 Knoten ein herrlich gleichmäßiger Wind, der vier flotte und faire Wettfahrten erlaubte. Kurze Wege, klare Signale und engagierte Crews – so kam das Feld zügig durch den Tag.
Am Sonntag ging es ebenfalls planmäßig aufs Wasser. Nach einer frühen ersten Wettfahrt legte der Wind eine Pause ein, die die Teams draußen mit Ruhe und Fokus überbrückten. Schließlich setzte sich eine leichte Brise mit 5–10 Knoten durch, und zwei weitere, taktisch geprägte Rennen beschlossen die Serie bei weiterhin schönem Wetter.
Gewonnen haben die Ungarn Mor Csekovszky und Martin Zarandy (beide SVE) vor den Ungarn Emilia Juhász und András Samuel Juhász (beide AMVK). Dritte und damit bestes österreichisches Team wurden die Brüder Moritz und Felix Schauer (beide SCTWV). An vierter Stelle konnten sich David Vogl (SVW-YS) und Maximilian Figo (UYCNf) und das Team Carla Waltersdorfer (YCH) und Katharina Böckl (UYCWg) belegten den 6. Platz.
Ein großes Dankeschön gilt unseren Trainer:innen Julian Deuschl, Marla Feichtenschlager und Simon Dekleva für die umsichtige Betreuung sowie der Wettfahrtleitung und dem Yachtclub Breitenbrunn für die reibungslose Organisation.

©www.jacobs.li | Armin Jacobs Photography
Alle Ergebnisse sind hier zu finden: Link
Wir gratulieren allen Teilnehmer:innen zu einem sportlichen und fairen Seesterncup!
©www.jacobs.li | Armin Jacobs Photography
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