Die österreichischen Segler:innen waren zahlreich vertreten und zeigten hervorragende Leistungen

Mit einem kompakten Vorbereitungstraining vor der internationalen Regatta sammelten zwei Boote vom VTS und Boote aus dem Kader noch Erfahrungen für den 29er EuroCup in Koper. Am Montag herrschte am Nachmittag leichter, konstanter Wind, der ein sauberes Technik- und Manövertraining erlaubte, bis die Brise zum Abend einschlief. Der Dienstag brachte kräftigere Bedingungen mit Böen bis 20 Knoten – perfekt für ein gemeinsames Training mit klarem Schwerpunkt auf Starts und Rennsituationen. Am Mittwoch zog der Wind mit über 30 Knoten deutlich an: Während die Kadergruppe eine kurze, kontrollierte Wassereinheit absolvierte, nutzte die VTS-Gruppe die Zeit an Land für gezieltes Boatwork und Materialchecks. Diese Mischung aus Wasserzeit, Startdisziplin und Technikarbeit zahlte sich in den folgenden Wettfahrttagen aus.

Bei der Regatta selber nahmen dann 8 österreichische Boote teil. Der Auftakt der Regatta hielt, was Koper verspricht: Wind, Wellen und hohes Tempo. 47 Crews aus 13 Nationen starteten in den EuroCup mit fordernden Bedingungen zwischen 20 und 25 Knoten, die sich später auf etwa 12 bis 20 Knoten einpendelten. Schon das erste Startsignal zeigte, dass die nächsten Tage noch herausfordernd sein würden.

Am zweiten Wettfahrttag boten 15 bis 20 Knoten schnelle, taktisch hochwertige Rennen, bevor der dritte Tag von Flautenphasen geprägt war: Nach langem Warten an Land und auf dem Wasser, ließ der unbeständige Wind keine weiteren fairen Wettfahrten zu und auch am dritten Tag konnten, aufgrund von zu wenig Wind, keine Wettfahrten gestartet werden.

Der Finaltag begann dann früh mit nordöstlicher Brise zwischen 8 und 16 Knoten. Die Wettfahrtleitung nutzte das Zeitfenster optimal und brachte drei Rennen pro Gruppe ins Ziel, bevor der Wind nachließ. Nach insgesamt neun Wettfahrten stand ein starkes, vielseitiges Ergebnis: den Gesamtsieg holten sich die Schweden Wigforss / Drakenberg vor unserem österreichischen Team Schauer / Schauer und den Polen Kosmowski / Marjanski. In der Frauenwertung siegten die Finninnen Kauppi / Kylavainio vor den Polinnen Sojkovska / Nagorska und den Deutschen Bonn / Abeler. Die Mixed-Kategorie gewannen Lojkova / Bezusek aus Tschechien vor Juhasz / Juhasz aus Ungarn und Soomer / Kepp aus Estland. In der U17 setzten sich bei den Jungen Hespe / Kampa (GER) vor Murena / Marassi (ITA) und Kurzeja / Loesti (GER) durch; bei den Mädchen siegte das österreichische Team Waltersdorfer / Bockl (AUT), die gemischte U17-Kategorie ging an Grala / Kuzmicki (POL).

 

Insgesamt zeigt sich bei den österreichischen Teams eine solide Leistung:

Platz 2 (Gold): M. Schauer / F. Schauer — SCTWV
Platz 18 (Gold): D. Vogl / M. Figo — SVW-YS / UYCNf
Platz 20 (Gold): L. Saletu / N. Mink — UYCAs
Platz 26 (Silver 2): A. Senger-Weiss / C. Senger-Weiss — YCB
Platz 28 (Silver 4): C. Waltersdorfer / K. Böckl — YCH / UYCWg
Platz 40 (Silver 16): J. Walzel / F. Medwed — SCTWV
Platz 43 (Silver 19): N. Senger-Weiss / J. Schurich — YC Bregenz / NCA
Platz 45 (Silver 21): F. Stabentheiner / L. Lux — SCTWV

Gesamtergebnis

Gratulation an Moritz und Felix Schauer zum 2. Platz der Gesamtwertung und Carla Waltersdorfer mit Katharina Böckl zum Sieg der U17-Mädchenwertung.

Danke auch an unsere Trainer Simon Dekleva und Julian Deuschl für die sehr gute Betreuung.

Koper präsentierte sich damit einmal mehr als vielseitiger und anspruchsvoller Austragungsort, der von Starkwind mit Wellen bis zu leichten, taktisch geprägten Phasen alles bot. Die Teilnahme der österreichischen Teams erwies sich als wertvoller Schritt in der Entwicklung der nächsten Generation von Seglerinnen und Seglern.

 

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©JadroKoper, Internat. 29er Class, S.Senger-Weiss

 

Bei diesem Event (12. – 15.2.2026) waren vier österreichische Teams unter 123 Teams vertreten, wovon zwei Teams ihre ersten Eurocuperfahrungen machten. Alle lernten in der Trainings- und Regattawoche viel dazu. Schon in der Vorbereitung zeigte sich, dass diese Regattawoche von Wind geprägt sein würde: Anhaltender Starkwind mit Böen um 30 Knoten stellte Material, Organisation und Teams auf die Probe. Was zunächst als Herausforderung begann, entwickelte sich in den ersten Tagen zu einem Wettlauf mit dem Wetter – bis am Sonntag endlich gesegelt werden konnte.

Tag 1 – Verschiebung wegen Starkwind

Der Auftakt am Donnerstag bestätigte die Prognosen: Entlang der valencianischen Küste verhinderten Böen von über 30 Knoten jegliche 29er-Starts. Die Rennleitung beobachtete die Bedingungen über Stunden und nahm kontinuierliche Messungen vor. Gegen 15:10 Uhr folgte die offizielle Absage. Trotz der widrigen Umstände blieben die Teams einsatzbereit, Boote und Crews standen in den Startlöchern. Um das Regattafenster bestmöglich zu nutzen, wurde ein früher Start für Freitag um 9:30 Uhr angekündigt – sofern das Wetter es zulässt.

Tag 2 – Sicherheit geht vor

Am Freitag machte sich die Flotte gegen 9:00 Uhr auf den Weg ins Regattagebiet. Doch bereits an der Hafenmündung entschied das Komitee, die Rennen auszusetzen. Die Boote kehrten an Land zurück, während die Rennleitung weiter auf eine kurzfristige Wetterberuhigung hoffte. Stattdessen verschlechterten sich die Bedingungen: Starkregen und anhaltende Windgeschwindigkeiten jenseits der 30 Knoten führten nach 14:00 Uhr zur endgültigen Absage des Tages. Das Ziel blieb, den Start weiter auf 9:30 Uhr vorzuverlegen – falls das Wetter am Samstag eine sichere Durchführung zulässt. Mit zwei ausgefallenen Tagen und einem engen Zeitplan wurde die Lage zunehmend angespannt. Die Hoffnung ruhte auf einem stabilen Windfenster am Samstag – doch es kam anders.

Tag 3 – Wetterwarnung und Hafensperrung

Am Samstag wurde die Veranstaltung durch eine offizielle Wetterwarnung für die Küste Valencias unterbrochen. Warnungen der Hafenbehörde führten zu einer vollständigen Sperrung der Schifffahrt; auch die Regionalregierung bestätigte die Gefahrenlage. Damit war der dritte Regattatag aus Sicherheitsgründen nicht durchführbar.

Um sich die Zeit zu vertreiben hatten unsere österreichischen Teams dann ihren Spaß beim Kartfahren.

Tag 4 – Vier Wettfahrten im Windfenster

Endlich Wettkampfbedingungen. Eine beständige Brise zwischen 18 und 25 Knoten aus 280° bis 300° ermöglichte vier Rennen – ein kompaktes, faires und sportlich hochwertiges Finale. In der 29er-Flotte dominierten Alexandre Mostini und Raphaël Allain (SNO Nantes, FRA) von Beginn an. Das Duo gewann alle vier Läufe und setzte sich eindrucksvoll vor Emilia Salvatore / Pietro Rizzi (Società Canottieri Garda Salò, ITA) und Mateo / Simón Codoñer (RCNV, ESP) durch. 

Der Kampf um Silber und Bronze war denkbar eng: Silber: Emilia Salvatore / Pietro Rizzi (Società Canottieri Garda Salò, ITA) mit 4 Punkten.

Auch die österreichischen Teams gaben ihr Bestes:

Platz 51: Moritz und Felix Schauer (beide SCTWV)

Platz 61: Louisa Saletu (UYCAS) und Noah Mink (CYC)

Platz 108: Carla Waltersdorfer (YCH) und Katharina Böckl (UYCWg)

Platz 116: Nicolaus Senger-Weiss (YCH) und Jan Schurich (NCA)

Danke an Simon Dekleva für die sehr gute Betreuung der Teams!

 

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©Pep Portas / RCNV

 

Seit vielen Jahren ist das Ostertraining in Izola (SLO) ein Fixpunkt für viele Segler*innen aus Österreich. 2026 findet das Training, das in Kooperation mit der ILCA Austria & der Austrian 420er Class Association organisiert wird, vom 28. März. bis 05. April 2026 statt.

28. März - 05. April 2026:      Training
05. oder 06. April 2026:         Abreisetag

Das Training richtet sich an alle 29er Segler:innen. Trainiert wird in kleinen Gruppen, um einen optimalen Trainingseffekt zu erzielen. 

Der Trainingsbeitrag beträgt pro Person 390,-- Euro bei Anmeldung bis Anmeldeschluss und beinhaltet Trainerhonorare, Motorbootmiete, Benzinkosten, Transportkosten Motorboot sowie die gesamte Organisation. An- und Abreise (inkl. Bootstransport), Unterkunft und Verpflegung gehen zu Lasten der Teilnehmer:innen. Die Unterbringung erfolgt im Resort "San Simon", für das es ein spezielles Angebot gibt - siehe Ausschreibung. 

Alle weiteren Infos & Buchungsbedingungen befinden sich in der Ausschreibung. 

Die Anmeldung erfolgt pro Segler:in ausschließlich ONLINE.

 Anmeldeschluss: 03.02.2026, danach bitte um Kontaktaufnahme vor Anmeldung

Die Überweisung des Trainingsbeitrages (nach Rechnungslegung durch die KV) bitte fristgerecht zum Anmeldeschluss auf das Konto der KV  (IBAN: AT51 3501 5000 0012 1830). Für eine Teilnahme ist eine Mitgliedschaft in der Austrian 29er Class Association Voraussetzung.

Ein Bericht von Charlotte und Antonia Senger-Weiss

Vom 12. bis 20. Dezember 2025 fand in Vilamoura (Portugal) die Youth Sailing World Championship statt. Für uns war es ein großartiges Erlebnis, Österreich bei dieser „Mini-Olympiade“ des Segelsports vertreten zu dürfen.

Herausfordernde Bedingungen und ein geteiltes Boot

Die Bedingungen an der Algarve waren extrem vielseitig und forderten uns alles ab – von taktischem Leichtwind bis hin zu Starkwind mit über 25 Knoten und hohen Wellen. Eine Besonderheit bei den Youth Worlds ist, dass pro Nation nur ein Boot pro Klasse zur Verfügung steht. Wir haben uns das Boot daher mit dem Burschen-Team (Moritz und Felix Schauer vom SCTWV) geteilt. Da wir abwechselnd gestartet sind, hat die Abstimmung zwischen unseren beiden Teams hervorragend funktioniert.

Unsere Performance im 29er Female

Wir (Charlotte und Antonia Senger-Weiss vom Yacht Club Bregenz) sind im Feld der Mädchen gestartet. Leider ist uns gleich zu Beginn ein unglücklicher Materialfehler passiert, der uns einige Schwierigkeiten bereitet hat. Ohne diesen Patzer wäre insgesamt sicher ein noch besserer Platz möglich gewesen. Trotzdem konnten wir uns zurückkämpfen und am Ende den 9. Platz erreichen. Wir sind stolz auf dieses Top-10-Ergebnis und nehmen viel Motivation mit, um weiter an unserer Technik zu arbeiten und international noch weiter nach vorne zu kommen. Wir freuen uns riesig auf die nächsten Challenges!

29er Male – Moritz und Felix Schauer

Bei den Burschen vertraten Moritz und Felix Schauer aus Tirol (SCTWV) Österreich. In einem extrem dichten und starken Feld mit den besten Seglern der Welt belegten sie am Ende den 29. Platz.

Gemeinsam mit unserem Trainer Simon Dekleva, der uns die gesamte Woche über hervorragend betreut hat, waren wir als 29er-Team eine starke Einheit.

Ein großes Dankeschön

Ohne Unterstützung wäre das alles nicht möglich gewesen. Ein herzliches Dankeschön an den ÖSV, unsere Landesverbände, unsere Trainer und unsere Eltern. Danke, dass ihr uns das ermöglicht habt!

 

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©World Saling & privat